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Konstanz muss endlich klimafreundlich bauen

Einer der größten Posten unserer persönlichen Klimabilanz sind die Gebäude in denen wir leben und arbeiten, dies gibt uns eine ganz besondere Verantwortung wenn wir neu bauen oder sanieren.

Neben der Energie die wir für das Heizen oder Kühlen unserer Häuser benötigen spielt die sog. graue Energie eine gewaltige aber leider meist unterschätzte Rolle. Darunter versteht man die Energie die verwendet wurde um das Gebäude zu bauen und die dazu nötigen Materialien herzustellen.

Um den Klimawandel unter Kontrolle zu halten werden wir noch über Jahrzehnte zwingend damit beschäftigt sein unseren gesamten Gebäudebestand zu sanieren. Umso wichtiger ist es, jedes neu gebaute Haus so umweltfreundlich und energiesparend wie irgend möglich zu planen. Gerade die Wahl der Baumaterialien spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

Unser Vorschlag:

Alle öffentlichen Bauvorhaben und die Wohnungsbauprojekte der städtischen WOBAK sollten unbedingt noch während der Planungsphase auf die enthaltene graue Energie überprüft werden. Sind diese Energiemengen und die damit verbundenden Treibhausgasemissionenen überhaupt mit unseren Klimazielen vereinbar? Falls nicht muss unbedingt umgeplant werden!

Während z.B. Beton- und Ziegelbauten riesige Mengen Treibhausgase, als graue Energie enthalten bieten natürliche Baumaterialien aus der Region eine klimafreundliche und attraktive Alternative dazu und stärken dabei auch noch die lokale (Land- und Forst)Wirtschaft.

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Lokale Baustoffe wie Stroh, Hanf, Schafwolle, Holz und Lehm schaffen gesunde Räume und schonen das Klima

Wir sollten den Mut haben bei unseren Neubauten wirklich nachhaltige Lösungen anzustreben. Große öffentliche Bauvorhaben wie die neue Wohnbebauung am Döbele, auf dem Graf-Hardenberg Areal oder der prestigeträchtige Konzerthausumbau geben uns die Chance gebaute Beispiele einer generationengerechten Architektur zu schaffen.

Lasst uns zeigen, daß wir auch heute schon mit minimalem ökologischen Fußabdruck bauen und leben können.