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Was ist Permakultur?

Permakultur ist ein Weg, natürliche, lebendige Lebensräume für Mensch und Natur zu gestalten und dauerhaft zu erhalten. Nach dem Vorbild der Natur werden dabei nachhaltige und sehr ertragreiche Systeme ohne Gift und Kunstdünger gestaltet.

Der Mensch nutzt seine Fähigkeiten, um auf friedliche, liebevolle und intelligente Weise gesunde Lebensgrundlagen für alle Bewohner dieses Planeten zu schaffen. Dabei bezieht die Permakultur aber neben dem Gärtnern auch viele andere Lebensbereiche vom ökologischen Bauen bis hin zu sozialen Prozessen ein.

Die Philosophie, die der Permakultur zugrunde liegt, lässt sich in drei ethische Grundprinzipien zusammenfassen. Es geht um:

  • das Wohl der Erde (earth care)
  • das Wohl des Menschen (people care)
  • und um das gerechte Teilen aller Ressourcen (fair share + return of surplus)

Ursprünglich bedeutet der Begriff „Permaculture“ (engl. aus „permanent“ und „agriculture“) soviel wie permanente, nachhaltige Landwirtschaft. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden Permakulturideen jedoch auch auf auf viele weitere Lebensbereiche angewendet. Z.B. ökonomische Konzepte, Gemeinschaftsbildung, Regional- und Freiraumplanung, aber natürlich auch Hausbau, Gärtnern und Selbstversorgung.

Permakultur ist aber auch eine Art der (Land-)wirtschaft die dauerhaft ohne fossile Energien auskommt und stattdessen einen wichtigen Beitrag zur Bindung von CO2 aus der Atmosphäre leisten kann. Anders als unser heutiges Agrarmodell in dem viel Erdöl in immer weniger Nahrung umgesetzt wird schafft Permakultur selbstregulierende Systeme die auch unseren Kindern und Enkeln noch fruchtbare Böden und stabile Ökosysteme bieten können.

Der Australier Bill Mollison ist der Begründer der Permakultur und erhielt dafür 1981 den alternativen Nobelpreis. Er formulierte gemeinsam mit David Holmgren 10 Gestaltungsprinzipien, die beim Entwurf von nachhaltigen Systemen behilflich sein können.
Die Prinzipien basieren auf tiefer Naturverbindung und Naturbeobachtung.

Permakultur arbeitet stets mit der Natur, nicht gegen sie. Besonnen und rücksichtsvoll beobachtet sie die Wechselbeziehungen zwischen Landschaft, Klima, Pflanzen und Tiere und arbeitet dementsprechend. Dabei erfüllt jedes Element zahlreiche Funktionen. Vielfalt statt Monokultur.

Mehr unter: de.wikipedia.org/wiki/Permakultur

Landschaftsgärtner und Permakulturgestalter Volker Kranz zeigt was selbst im norddeutschen Schmuddelwetter des Oldenburger Landes möglich ist, wenn man nur offen für “Vorschläge” von Mutter Natur ist. Gärten werden so zur essbaren Landschaft werden die dem Gärtner möglichst wenig Arbeit macht.

Der Bio-Selbstversorgergarten im Film ist mit 1000m² schon ziemlich groß aber auch auf viel weniger Fläche lässt sich durch intelligente Mischkultur und Permakultur-Design viel Obst und Gemüse anbauen. Gleichzeitig entsteht dabei ein ökologisches Paradies in dem es fast das ganze Jahr über grünt und blüht.

Sepp Holzer ist einer der Pioniere der Permakultur, der auf seinem Krameterhof im österreichischen Lungau eine wahre Oase an einem kalten unwirtlichen Steilhang geschaffen hat.

Permakultur Konstanz

Wir haben von April bis Juni 2014 gemeinsam in Konstanz einen Permakulturkurs gemacht. Seitdem treffen wir uns jeden zweiten Dienstag im Monat an verschieden Orten in Konstanz.
Wer Lust hat mitzumachen schreibt uns einfach eine Nachricht über unser Kontaktformular unten auf der Seite.

Die Permakulturgruppe Konstanz sucht noch immer ein geeignetes Grundstück um mit der Idee einer essbaren Landschaft zu experimentieren. Egal ob kleines “Handtuch” mit 50m² in der Stadt oder großer Acker vor den Toren der Stadt mit Ideen und einer starken Gemeinschaft läßt sich überall etwas machen.

Du kennst ein ungenutzes Grundstück?
Dann melde Dich bei uns. Vielen Dank!