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Eine autofreie Siedlung

Der Individualverkehr ist nicht nur durch die entstehenden Abgase eine arge Last für unsere Umwelt und das Weltklima, er frißt auch jede Menge Fläche. So werden für jedes zusätzliche Auto auf unseren Straßen hunderte Quadratmeter neu versiegelt.

Hier setzt das Konzept der autofreien Solarsiedlung an. Obwohl der ehemalige Flugplatz, verglichen mit vielen innerstädtischen Wohngebieten sicher weniger gut angebunden ist, sind die Bewohner von hier doch ohne Auto in kurzer Zeit im Stadtzentrum oder im Grünen, sei es per Fahrrad über den nördlich vorbeiführenden Radweg, per Bus, der das neue Quartier anfahren könnte oder mit dem Seehas dessen nächste Station sich bequem fußläufig erreichen läßt.

Die einzelnen Häuser kommen ohne asphaltierte Straßen (auch das ist schließlich ein Erdölprodukt) aus, sind aber natürlich für z.B. Feuerwehr oder Umzugsfahrzeuge anfahrbar. Nur braucht es dazu keine großflächige Versiegelung. Attraktive befestigte Fuss- und Fahrradwege durchziehen stattdessen das Quartier und sorgen für schnelle Verbindungen. Die eingesparte Fläche schlägt sich in großzügigen Grundstücken und mehr attraktivem Wohnraum nieder. Und wer trotzdem ein Auto braucht greift sich einfach eines der Carsharing Fahrzeuge. So geht Mobilität schließlich heute.

Ein schöner Nebeneffekt der Autofreiheit ist nicht nur der persönliche Freiheitsgewinn sondern auch der so erst mögliche Verzicht auf aufwändige Tiefgaragen. Die sind nicht nur unglaublich teuer sondern bestehen auch noch aus dem Klimakiller Beton. Denn auch wenn es kaum jemand weiss, allein die Zementproduktion ist für stolze 7% unserer weltweiten Treibhausgasverschmutzungen verantwortlich. Und in der betonverliebten Schweiz sind es sogar 9%. Um die gesetzlichen Auflagen nach wohnungsgebundenen Stellplätzen zu erfüllen schlagen wir vor, nach dem Freiburger Vorbild, eine Hochgarage als Option vorzusehen, die jedoch hoffentlich nie gebaut werden muss.

Die im Quartier ansäßigen Unternehmen könnten ihre Mitarbeiter dabei unterstützen den Weg von und zur Arbeit möglichst mit dem ÖPNV, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erledigen. Für Kunden und Lieferfahrzeuge sind sie aber selbstverständlich problemlos anfahrbar.

Ideen und Fragen zur Siedlung

“Arbeiten und Wohnen”
Das Quartierszentrum
Das Wohngebiet für 'Experimentelles Bauen'
“Die Schule”
Regionale und ökologische Baustoffe
Autofreie Siedlung
Essbare Landschaft
“Infrastruktur und Autarkie”
“Das Dichte Dogma”
Die MiniFarm

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